Interview: Mit dem Fahrradbus/BiciBus nachhaltige Bewegung fördern

4. September 2023

Simone und Klaus Markl wollen mit ihrer Initiative BiciBus Deutschland nachhaltige Fortbewegungsgewohnheiten bei Kindern fördern. Im Interview erzählen sie, warum Deutschland solche Fahrradbusse braucht und was für ihre Umsetzung notwendig ist.

In Spanien sind die Fahrradbusse sehr beliebt. Mittlerweile rollen sie auch durch einige deutsche Städte. Warum sind Fahrradbusse auch in Deutschland notwendig?


Klaus Markl: Wenn man sich die Situation vor den Schulen anschaut, gibt es teilweise hunderte Meter lange Staus von Elterntaxis. Das ist ein Wahnsinn und der resultiert aus einem falschen Sicherheitsverständnis. Eltern fahren ihre Kinder mit dem Auto zur Schule, um sie vor dem Autoverkehr zu schützen. Sie sind sich nicht bewusst, dass sie die Situation dadurch noch verschärfen. Auf unserem drei Kilometer langen Radweg zur Kita kommen wir an einigen Schulen und Kitas vorbei – das sind die gefährlichsten Orte und Situationen für uns als Radfahrer.

Außerdem brauchen wir eine Verkehrswende, um dem Klimawandel sowie dem durch die Digitalisierung verstärkten Bewegungsmangel der Kinder und Jugendlichen entgegenzuwirken. Die Fahrgäste der Elterntaxis von heute sind die Autofahrer von morgen.Wenn die Verkehrswende nachhaltig gelingen soll, müssen wir schon bei den Jüngsten ansetzen und auch kleinere Kinder so früh wie möglich miteinbeziehen. Der Bicibus oder Fahrradbus ist eine Möglichkeit, dass Radfahren selbstverständlich wird und nicht die Ausnahme bleibt.


Woher kam die Idee in Frankfurt am Main einen Fahrradbus zu starten?


Simone Markl: Im Oktober 2021 habe ich auf Twitter ein Video über einen Bicibus in Barcelona gesehen und habe gedacht: Sowas brauchen wir in Deutschland. Wir sind beide ehemalige Radsportler und haben einen fünfjährigen Sohn. Deshalb interessieren wir uns auch für das Radfahren im Alltag.

Frankfurt hat schon 2022 propagiert, Fahrradstadt werden zu wollen. Im gleichen Jahr kam auch die Eurobike in die Stadt. Wir sind also anfangs davon ausgegangen, dass es relativ einfach wird, die Fahrradbusse umzusetzen und dass das Thema auf offene Ohren stößt – so war es aber nicht. Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens ist es vielen Eltern immer noch zu gefährlich, ihre Kinder mit dem Rad fahren zu lassen. Sie wissen nicht, dass der Fahrradbus ein begleitendes Konstrukt ist und die Kinder im geschützten Rahmen zur Schule fahren.

Während sich der Start in Frankfurt verzögerte, hatten sich schon viele Initiativen bei uns gemeldet, die das Thema interessiert hat und die mehr wissen wollten. Also haben wir angefangen, Flyer zu erstellen, Checklisten zu schreiben, um denjenigen etwas an die Hand zu geben. Dann startete Frechen mit dem ersten Bicibus. Hinzu kamen Hamburg und Halle und es gab erste Presse- und Fernsehberichte.


Klaus Markl: Was uns letztendlich in Frankfurt in die Hände gespielt hat, ist, dass es in Hessen und einigen anderen Bundesländern den Lehrauftrag gibt, Kinder zur Nachhaltigkeit zu erziehen.

Simone Markl: Da ist ein Lehrer auf uns zugekommen, der mit seinen Schülerinnen und Schülern ein Projekt zum täglichen Schulweg gemacht hat. Dabei ging es auch um die Frage, was für sie wichtig ist, um mit dem Rad zur Schule fahren zu können. Wir haben den Bicibus vorgeschlagen und seitdem legen zunehmend mehr Kinder begeistert ihren Weg zur Schule nachhaltig zurück.


Welches Feedback bekommen Sie zu den Fahrradbus-Aktionen und haben Sie damit schon etwas erreicht?


Klaus Markl: Der Erfolg zeigt sich vor allem darin, dass es immer mehr BiciBusse oder Fahrradbusse und Teilnehmer:innen gibt. Außerdem merken wir, dass die politische Unterstützung immer stärker wird. Das ist ganz wichtig. Das haben wir am Anfang völlig unterschätzt. So lange die politische Unterstützung fehlt, ist die praktische Umsetzung stark ausgebremst. Wenn wir mit Schulleitungen kommunizieren und das Thema ansprechen, ist immer die allererste Frage, wie steht die Stadt oder das Schulamt dazu.


Simone Markl: In einem Stadtteil, in dem wir einen Fahrradbus organisiert haben, war die Ortsvorsteherin so begeistert, dass sie jetzt selbst mitfährt und damit auch andere Stadtteile motivieren möchte. Das ist ein guter Anfang und je mehr begeisterte Unterstützer wir finden – seien es Eltern, Schulen oder Verbände –, desto selbstverständlicher werden die Fahrradbusse.

Klaus Markl: Was uns bisher ausgebremst hat ist, dass bei vielen Eltern, Lehrern und Schulleitungen im Kopf verankert ist, dass die Kinder möglichst nicht vor der Radfahrprüfung auf das Fahrrad steigen und sich im Verkehr bewegen sollen. Wenn ein Kind im Fahrradbus mitfährt, ist es aber gar nicht notwendig, dass es schon sämtliche Verkehrsregeln kennt. Im Fahrradbus sind Kinder begleitet und geschützt unterwegs. Dadurch bekommen sie Fahrpraxis und lernen gleichzeitig, wie man sich im Straßenverkehr verhält und welche Regeln es gibt.


Was braucht man, um einen Fahrradbus vor Ort umzusetzen?


Klaus Markl: Das Ganze steht und fällt mit einer führenden Person, die andere animiert, motiviert und die organisiert.

Simone Markl: Was es natürlich auch braucht, sind begeisterungsfähige Menschen. Eltern, Lehrer, Schulleitung und Kinder, die Lust auf Fahrrad fahren haben. Vor allem die Eltern sind wichtig. Wir bieten im Vorfeld von Fahrradbus-Aktionen auch Fahrradchecks an, oft in Kooperation mit dem ADFC. Dort zeigen wir, wie ein verkehrssicheres Fahrrad aussieht und wie man richtig darauf sitzt. Mit unserem BiciBus-Parcours, können wir sehr schnell die motorischen Fähigkeiten der Kinder erkennen und wenn nötig handeln. Das sind banale Dinge, aber gerade für Kinder und Eltern hilfreich, die sich mit dem Fahrrad noch nicht intensiv auseinandergesetzt haben. Die sind dann oft begeistert und erzählen anderen Eltern davon – und wir schaffen gute Voraussetzung für den sicheren Schulweg mit dem Fahrradbus.


Welche Rolle spielt der ADFC?


Simone Markl: Bundesweit sind zum Beispiel der ADFC, der VCD oder die Kidical Mass die Organisator:innen der Fahrradbus-Aktionen. Der ADFC unterstützt bei uns vor Ort, in dem er die Fahrradbusse begleitet und vor den Ausfahrten Fahrradchecks anbietet und dort auch kleinere Reparaturen an den Rädern erledigt. Die Kooperation mit dem ADFC sorgt auch dafür, dass wir medial stärker wahrgenommen werden. Darüber hinaus hat der Landesverband Hessen erkannt, wie wichtig es ist, sich dem Thema Kinder anzunehmen. Als Referentin für Kinder und Schulwegsicherheit, sehe ich eine große Notwendigkeit, auch bei verkehrsplanerischen Themen wie dem Schulweg, Kindern eine Stimme zu geben.


Klaus Markl: Es ist eine Win-Win-Situation. Durch die Kooperation hat der ADFC die Möglichkeit, vor allem auch Familien und Kinder verstärkt zu erreichen. Mit dem neu gegründeten Familien-Netzwerk in Hessen ist dafür ein weiterer Grundstein gelegt.


Im März 2023 waren Sie beim 1. Bike Bus Summit dabei, einer Konferenz, bei der sich Organisator:innen von Fahrradbussen aus der ganzen Welt getroffen und über ihre Erfahrungen ausgetauscht haben. Haben Sie neue Erkenntnisse oder Ideen aus Barcelona mitgebracht?


Simone Markl: Barcelona war sehr emotional. Obwohl wir uns alle nicht kannten, fühlte es sich an, wie seine Familie zu treffen. Denn wir brennen alle für das gleiche Thema: Wir alle wollen Kinder aufs Fahrrad bringen. Interessant war, wie die Bicibusse oder Fahrradbusse in unterschiedlichen Ländern umgesetzt werden und welche Schwierigkeiten es gibt. Barcelona und einige andere Städte weltweit haben das Potenzial der Bicibusse schon erkannt und propagieren es dementsprechend. In Barcelona werden die Bicibusse zum Beispiel von der Bürgermeisterin unterstützt und auch die Medien puschen das Thema. Das wünschen wir uns auch für Deutschland, dass die Fahrradbusse mehr promotet und als Chance gesehen werden. Um das Thema hier bekannter zu machen, wollen wir den nächste Bike Bus Summit in Frankfurt ausrichten. Mit unserem neu gewählten Oberbürgermeister Mike Josef und dessen Begeisterung für unsere Initiative haben wir hierfür beste Voraussetzungen und erfahren auch politisch verstärkt Unterstützung. Ähnliches gilt auch auf Verwaltungsebene durch die Begeisterung und Unterstützung verschiedener Dezernate, insbesondere des Verkehrsdezernats.


1. Juni 2026
Liebe BiciBus-Familien, am 3. Juni feiern wir gemeinsam den bundesweiten BiciBus-Tag und den Weltfahrradtag . Überall in Deutschland steigen Kinder, Eltern und Engagierte aufs Rad und setzen ein Zeichen für sichere Schulwege, mehr Bewegung und selbstständige Kindermobilität. Egal ob ihr bereits einen BiciBus organisiert, regelmäßig mitfahrt oder einfach neugierig seid, macht mit und zeigt eure Unterstützung für eine kinderfreundlichere Mobilität! 🎨 Für die Aktion haben wir verschiedene Motive und Grafiken vorbereitet, die ihr gerne für eure WhatsApp-Gruppen, Social-Media-Kanäle oder Schulkommunikation nutzen könnt. 📥 Die Motive könnt ihr auf der Download-Seite herunterladen und frei verwenden. Lasst uns gemeinsam zeigen, wie viele Kinder in Deutschland bereits heute ihren Schulweg aktiv und selbstständig erleben. 🚴‍♀️🚴‍♂️💛 #BiciBusTag #Weltfahrradtag #Mobilitaet #Bewegung
17. Mai 2026
...sondern bereits ein Teil gelebter Mobilitätswende
von SM 17. Mai 2026
BiciBus: Positionspapier zur Bewegungsförderung & kindgerechten Mobilität
von SM 11. Mai 2026
Manche Dinge werden größer, wenn man sie teilt
von SM 21. April 2026
Fahrradaktionstag an der Kirchnerschule und Start einer neuen BiciBus-Route mit Oberbürgermeister Mike Josef Am Samstag, den 25. April 2026, lädt die Initiative BiciBus Frankfurt gemeinsam mit lokalen Partnern zum großen Fahrradaktionstag an der Kirchnerschule in Frankfurt-Bornheim ein. Im Mittelpunkt steht der offizielle Start einer neuen BiciBus-Route – begleitet von Oberbürgermeister Mike Josef und dem Frankfurter Original Peter Wirth alias „Bahn-Babo“, der an diesem Tag symbolisch von der Bahn auf den (Bici)Bus umsattelt. Der Aktionstag steht zugleich im Kontext einer wachsenden internationalen Bewegung für fahrradfreundliche Städte: Die Initiatorin von BiciBus-Deutschland, Simone Markl, engagiert sich im Umfeld des globalen Bicycle-Mayor-Netzwerks der Organisation BYCS, das sich weltweit für sichere, nachhaltige und kindgerechte Mobilität einsetzt. Seit 1. April vertritt sie Frankfurt international als neue „Fahrradbürgermeisterin“. „Der Schulweg ist einer der wichtigsten Bildungsräume unserer Kinder und gleichzeitig einer der am meisten unterschätzten. Mit dem BiciBus schaffen wir sichere Bewegungsräume im Alltag und stärken Selbstständigkeit, Gesundheit und Gemeinschaft“, sagt Initiatorin Simone Markl. „Diese positive Effekte sind in der aktuellen Zeit des fortschreitenden Klimawandels, zunehmenden Bewegungsmangels und abnehmenden sozialen Zusammenhalts besonders wichtig und dringend notwendig“, ergänzt Mitinitiator Klaus Markl. Einladung an Familien, Politik und Öffentlichkeit Der Fahrradaktionstag richtet sich an Familien, Kinder, Schulen sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft. Ziel ist es, sichere und bewegungsfördernde Schulwege sichtbar zu machen und gemeinsam weiterzuentwickeln. Neben dem gemeinsamen BiciBus bietet der Aktionstag ein abwechslungsreiches Programm mit Erlebnis-Charakter auf dem Schulgelände. Hierzu gehören u.a. • Fahrrad-Checks und Sicherheitsangebote • Mitmachaktionen für Kinder (Fahrradparcours, Kinder-Werkstatt) • Informationsstände von Initiativen wie Mainlichtblick, ADFC, VCD und Umweltlernen • Austauschmöglichkeiten mit lokalen Akteurinnen und Akteuren Für Essen und Trinken ist gesorgt. Ein starkes Zeichen im Jahr des Engagements Die Veranstaltung findet im Frankfurter „Jahr des Engagements“ statt und zeigt, wie ehrenamtliche Initiativen konkrete Lösungen für aktuelle Herausforderungen im urbanen Raum schaffen können. Mit der neuen Fahrrad-Route in Bornheim wächst das BiciBus-Netz in Frankfurt weiter, eingebettet in eine internationale Bewegung, die Städte weltweit sicherer und lebenswerter für Kinder macht. Veranstaltungsdetails auf einen Blick Was: Fahrradaktionstag & Start einer neuen BiciBus-Route Wann: Samstag, 25. April 2026 Wo: Nußbaumplatz (Treffpunkt ab 9:30 Uhr) Kirchnerschule (Ankunft 10:15 Uhr) Rahmenprogramm (bis ca. 14 Uhr) Startschuss: 10 Uhr mit Oberbürgermeister Mike Josef und „Bahn-Babo“ Pressekontakt BiciBus-Deutschland Simone Markl +49 176 22157835 info@bicibus.de www.bicibus.de/bornheim instagram.com/bicibus_frankfurt
von SM 23. Oktober 2025
Wenn neue BiciBusse aufbrechen, ist die Unterstützung der Polizei oft ein großartiges Signal: 👮 Sie schafft Sicherheit, Orientierung und Vertrauen bei Eltern, Schulen und Kindern. Gerade in der Anfangsphase hilft das, Ängste abzubauen und Routinen zu festigen. Aber: Ein BiciBus ist kein Sonderfall, sondern Teil des normalen Straßenverkehrs und damit rechtlich genauso anerkannt wie ein Verband von Erwachsenenradlern, Sportvereinen oder der Feuerwehr auf Rädern. Nach § 27 StVO darf er als geschlossener Verband eigenständig fahren ohne Begleitfahrzeuge, Blaulicht oder Ausnahmegenehmigung. 👉 Ab 16 Radfahrenden dürfen Kinder im Verband nebeneinander auf der Fahrbahn fahren. 👉 Der Verband gilt als eine Einheit, darf Kreuzungen gemeinsam passieren und wird im Ganzen wahrgenommen. 👉 Eine Polizeibegleitung ist nicht erforderlich sie ist sogar unpraktisch, wenn BiciBus regelmäßig und eigenständig rollen sollen. Langfristig geht es darum, dass Kinder, Eltern und Schulen lernen: ➡️ Wir dürfen das. ➡️ Wir können das. ➡️ Und wir machen das selbst. Denn nur wenn der BiciBus regelmäßig und eigenständig rollt, wird er zur gelebten Normalität im Stadtverkehr: Sichtbar, verlässlich und vor allem selbstverständlich. 💬 Polizei zur Einführung: Ja, gern. 👣 Dauerhafte Polizeieskorte: Nein – Vertrauen und Erfahrung reichen aus. Kinder brauchen keine Eskorte – sie brauchen Raum, Respekt und Routinen.
5. Oktober 2025
5. Oktober 2025 Frankfurt geht neue Wege in der Mobilitätsbildung: Das Bildungsdezernat (Sylvia Weber, SPD) , das Mobilitätsdezernat (Wolfgang Siefert, GRÜNE) sowie das Stadtschulamt und die Initiative BiciBus Frankfurt haben eine gemeinsame Kooperation gestartet, um Kindern selbstständigen Schulweg im geschützten Rahmen auf dem Fahrrad zu ermöglichen. Das Projekt bringt das erfolgreiche Konzept des sogenannten BiciBusses erstmals in größerem Rahmen an Frankfurter Schulen. Ziel ist es, dass Schülerinnen und Schüler in Gruppen gemeinsam mit dem Fahrrad zur Schule fahren und dabei Sicherheit gewinnen sowie Bewegung und Freude am Radfahren erleben. Begleitet werden sie von Eltern, Lehrern und ehrenamtlichen Helfern der Mobilitätsverbände ADFC und VCD. „Mit dem BiciBus schaffen wir ein Angebot, das Bildung, Verkehrssicherheit und nachhaltige Mobilität miteinander verbindet“, erklärt Klaus Markl, Initiator des BiciBusses in Sachsenhausen. Auch der verkehrspolitische Sprecher der CDU, Frank Nagel, begrüßt die Zusammenarbeit, die unter anderem auf einen von ihm initiierten Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zurückzuführen ist: „Der BiciBus ist ein inspirierendes Beispiel dafür, wie wir die Mobilitätswende im Alltag erfahrbar machen können. Eltern gewinnen hierbei das Vertrauen, dass der Schulweg auch ohne Auto sicher sein kann. Wenn Kinder lernen, dass Radfahren selbstverständlich ist, gestalten wir die Stadt von morgen.“ Die Initiative BiciBus Frankfurt bringt dabei ihre Expertise und ihr ehrenamtliches Engagement ein. Gemeinsam mit Schulen, Eltern und der Stadt werden geeignete Routen geplant, Begleitpersonen geschult und erste Pilotfahrten umgesetzt. Ziel der Kooperation ist es, die ersten BiciBus-Piloten bereits im laufenden Schuljahr 2025/26 zu starten – zunächst an ausgewählten Schulen, später in weiteren Stadtteilen. „Wir möchten, dass jedes Kind in Frankfurt die Möglichkeit hat, die Freude am gemeinsamen Radfahren zu erleben. Gleichzeitig wird hierdurch die Alltagsbewegung gefördert und auf diese Weise das Sportangebot ergänzt“, so Simone Markl, Gründerin BiciBus-Deutschland. „Die Zusammenarbeit mit Stadt und Schulen ist ein wichtiger Schritt, um diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen.“
3. Oktober 2025
Ganztag neu denken: Kommunale Vernetzung durch Kooperationen, Bewegung und nachhaltige Wege für Kinder im Sozialraum Frankfurt am Main, 03.10.2025 – Ab August 2026 haben zunächst alle Kinder der ersten Klassen einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung. Für Kommunen bedeutet das, den Alltag von Kindern neu zu strukturieren und dabei nicht nur Ganztagsplätze zu schaffen, sondern auch ganzheitlich zu denken. Besonders im Sozialraum und der Lebenswelt von Kindern stellt sich die Frage: Wie gelangen Kinder sicher, nachhaltig und selbstbestimmt vom Schulgelände zu sozialraumorientierten Ganztagsangeboten, wie beispielsweise zu vereinseigenen Sportanlagen) ? Kooperationen als Schlüssel für Qualität Ganztag ist weit mehr als Betreuung, weil dort die Förderung und Bildung von Kindern und Jugendlichen über vielfältige, ganzheitlich gedachte Angebote eine bedeutende Rolle spielt. Damit Ganztagsförderung und -bildung ihre Wirkung entfalten kann, braucht es die enge Zusammenarbeit verschiedener Partner: • Schulen, die den pädagogischen Rahmen geben, • Träger der Jugendhilfe, die sozialpädagogische Expertise einbringen., • Sport- und Kulturvereine, die Bewegung, Spiel und Sport sowie Kreativität und Teilhabe ermöglichen. Nur wenn diese Akteure vernetzt arbeiten und es dadurch zu einer Öffnung des Ganztags in den Sozialraum kommt kann ein vielfältiges, lebendiges Ganztagsangebot entstehen, das Bildung, Bewegung und Persönlichkeitsentwicklung verbindet. Mobilität als Herausforderung bei der Öffnung in den Sozialraum -Im Sozialraum liegen Schulen, Sportvereine, Musikschulen oder Jugendzentren oft nicht immer in direkter Nähe. Durch die Öffnung des Ganztags in den Sozialraum kann es deshalb auch dazu führen, dass Kinder zur Wahrnehmung von Ganztagsangeboten im Sozialraum Wege zurücklegen müssen.. Dabei muss die Mobilität von Kindern von Beginn an im Rahmen des Ganztags mitgedacht werden. Der BiciBus als Lösung: Bewegung und Nachhaltigkeit verbinden Hier kommt ein innovatives Konzept ins Spiel: Der BiciBus, der Kinder gemeinsam und sicher mit dem Fahrrad nicht nur zur Schule bringt, sondern auch zu verschiedenen Ganztagsangeboten im Sozialraum (wie z.B. in einen Sportverein) nachhaltig und bewegt begleiten kann . Die Vorteile liegen auf der Hand: • Sicherheit: In der Gruppe sind Kinder sichtbarer und besser geschützt. • Bewegung: Der Weg wird zur aktiven Zeit – tägliche Alltagsbewegung statt Sitzen 
 im Auto. • Nachhaltigkeit: Weniger Verkehr, weniger Emissionen, weniger Stau im Sozialraum • Selbstständigkeit: Kinder lernen, sich eigenständig im Stadtviertel zu bewegen. Ein ganzheitlicher Anspruch Damit der Rechtsanspruch auf Ganztag sein volles Potenzial entfalten kann, darf er nicht nur auf den schulischen Raum reduziert werden. Es braucht ein ganzheitliches Konzept, das Kooperationen mit Vereinen, Trägern der freien Kinder- und Jugendhilfe sowie Mobilitätslösungen wie den BiciBus einschließt. So kann der Ganztag zu einem echten Gewinn werden: • für die Kinder, die sicher und aktiv ihre Lebenswelt gestalten • für die Öffnung in den Sozialraum und die damit verbundenen kommunalen Vernetzungen • und für die Kommunen, die Verkehr reduzieren, weitere Bewegungsräume eröffnen und damit Lebensqualität steigern. Der Ausbau des Ganztags ist eine historische Chance, Bildung, Förderung und Bewegung neu zu denken. Wenn Kommunen, Schulen und beispielsweise Sportvereine gemeinsam innovative Wege wie den BiciBus aufgreifen und umsetzen, entsteht ein sozialraumorientierter Ganztag, der Kinder nicht nur betreut, sondern deren ganzheitliche Entwicklung stärkt –mental, körperlich, emotional, sozial und ökologisch.
26. Juni 2025
Diesen Freitag rollen wir wieder los: 🕢 Start um 7:30 Uhr in Sachsenhausen – gemeinsam mit vielen kleinen und großen Radlern auf dem Weg zur Schule. 🌤️ Begleitet werden wir von einem tollen Team und hoffentlich bestem Wetter! Doch damit nicht genug: Nach dem letzten Stopp bei den Schulen geht’s weiter zur @eurobike_show ! 🎡 Wir besuchen die größte Fahrradmesse Europas, vollgepackt mit Inspiration, neuen Ideen und spannenden Gesprächen rund ums Radfahren für alle Generationen. Seid ihr dabei? Ob auf dem Weg zur Schule oder später auf der Messe, wir freuen uns auf euch! 🙌💚 @sigma_bike_global @adfc.ffm @vcd_hessen #Bicibus #Frankfurt #Eurobike2025 #bewegung #cycling #bike #Sachsenhausen #ridesafe #eurobike #messe
26. Juni 2025
Am Samstag und Sonntag 28./29.06.2025 machen wir Halt auf den Festival Days der @eurobike_show und wir bringen nicht nur den BiciBus, sondern auch jede Menge gute Ideen zur sicheren Schulwegmobilität mit dem Fahrrad mit. Ob du nur kurz reinschnuppern oder gleich die Mobilitätswende mit uns feiern willst, bei uns gibt’s Gesprächsstoff, Inspiration und vielleicht sogar ein Plätzchen im Herzen (oder im BiciBus). Komm rum, sag Hallo oder wie wir in Frankfurt sagen “Guude”! Unser BiciBus freut sich schon auf dich. #bicibus #eurobike #schule #hessen #schulweg #schulanfang #fahrrad #adfc #vcd #zukunft #ridesafe
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